Dreistimmiger Satz

Die folgenden Beispiele stammen aus dem "Gradus ad parnassum" von Johann Joseph Fux (1725), einem bis heute wichtigen Buch zur Kontrapunkt-Lehre. Die hier verwendeten Beispiele entstammen dem sogenannten 1. Gattungskontrapunkt "Note-gegen-Note".

Bei den folgenden Übungen geht es darum, die Akkorde als solche im Kontext als rein oder nicht rein zu identifizieren. Beachte, dass "rein" oder "unrein" kein ästhetisches Kriterium für richtig oder falsch ist, denn manche rein intonierten Akkorde klingen im Zusammenhang falsch, manche unrein intonierten Akkorde dagegen richtig. Es kann hier nur darum gehen, die Intonation der einzelnen Akkorde bestimmen zu können, unabhängig davon, welche Intonation im Zusammenhang die Richtige ist.

Die dreistimmigen Sätze wurden nach dem Prinzip des "dynamic just tuning" rein gestimmt, d.h. es liegt keiner Stimme eine feste reine Stimmung zugrunde, bei der jeder Ton immer gleich intoniert wird. Stattdessen werden die Stimmen jeweils ihrem harmonisch-vertikalen und melodisch-linearen Umfeld angepasst.

Erläuterungen zum Vorgehen findest du direkt bei den Übungen.
Das Audiomaterial der nachfolgenden Übungen entstammt der Vienna Symphonic Library.