Erläuterungen

Es erklingen in relativ rascher Abfolge jeweils vier bis sechs Töne. Die Idee ist, sowohl direkte als auch indirekte Intervalle bewusst wahrzunehmen (zwei benachbarte Töne bilden ein direktes, nicht benachbarte Töne ein indirektes Intervall). Versucht man, die Beziehung eines jeden Tones zu jedem anderen Ton bewusst wahrzunehmen, entsteht eine Art Tonnetz; d.h. jeder Ton ist mit jedem Ton vernetzt. Anders ausgedrückt: Jeder Ton charakterisiert sich selbst über diese Mehrzahl an bestehenden Beziehungen zu den anderen Tönen.

Versuche beim erstmaligen Hören, Anfangs- und Schlusston miteinander in Beziehung zu setzen und den Schlusston zu notieren. Anschließend versuchst du, von diesen beiden Tönen aus weitere Verbindungen »nach innen« zu knüpfen. Widersteh dem Drang, nur die direkten Intervalle zu beachten, denn oft sind die indirekten Intervalle viel klarer und einfacher zu bestimmen.

Selbstständiges Üben:

1.) Singe die notierte Tonreihe drei- oder viermal, indem du jeweils die Reihenfolge der Töne variierst: Singe z.B. zuerst von links nach rechts, dann von unten nach oben, von rechts nach links, von oben nach unten, über Kreuz usw. Dabei sollte sich das Gefühl einstellen, zu jedem Ton unmittelbar Zugriff zu haben, so dass du dir gar keine Gedanken über die Intervalle machen musst: Die Töne haben sich in deiner Wahrnehmung zu einem Tonnetz bzw. zu einem einheitlichen Klang verfestigt.

2.) Wenn du mit 1.) Probleme hast, spiele jeweils die Tonreihe als Akkord am Klavier. Wichtig ist, dass du die Töne nicht einzeln, sondern unbedingt gleichzeitig als Akkord anschlägst. Lass die Töne am Klavier ausklingen und versuche nun wie bei 1.) beschrieben zu singen.